Richard Stefek rs@stefek.at 19-Mar-03, 08:05 PM

Reifen : DUNLOP D207
Fahrweise: woam
Luftdruck : 2,3 /2,5 (vo/hi)
Laufleistung: 5.500 (hi tot, vo noch minimale Reserve)
Ist anfangs ein gutm?tiger Reifen, spurtreu und auch bei N?sse gut zu beherrschen.
Im letzten Lebensdrittel baut er aber sehr stark ab, speziell bei k?lterem Wetter ist die Haftung nicht mehr zufriedenstellend.
Aufgrund der sehr starken Neigung zu shimmy werde ich mir diesen Reifen nicht mehr kaufen.

Joerg Schlager schlaxn@sbox.tugraz.at 31-Aug-03, 10:48 AM 

Reifen : Pirelli Diablo normale Mischung
Fahrweise: bemueht
Luftdruck : 2,4 / 2,6 bar (vo/hi)
Pirelli-Empfehlung: 2,5 / 2,8 bar (vo/hi)
Gefahrene Reifen : 1/2 VR, 1/2 HR (3.000 km)
Anfangsprofil: 4,0 / 4,8 mm (vo/hi)
Restprofil: 2,5 / 3,0 mm (vo/hi)
Laufleistung geschaetzt: 5.000 / 5.500 km (vo/hi)
Urteil: Bis jetzt mein Idealreifen, D208 Test steht aber noch aus.

Den Aufsatz spare ich mir diesmal, deshalb gleich zu den Vor- und Nachteilen:

Positiv:
Guter Nassgrip
Guter Trockengrip
Extrem kurze Aufwärmzeit
Leicht auf Temperatur zu bringen
Geringes Aufstellmoment
Absolut keine Shimmy-Neigung
Angenehme Kontur (leichtes Umlegen)
Handlich aber nicht nervös
Super Verhalten bei Spurrillen
Eigendämpfung

Durchschnitt:
Grenzbereichs - Feedback
Laufleistung
Relativ leicht auf der Kante

Negativ:
Genauso bsch...eiden auf Bitumen wie der Dragon Evo - geht ziemlich ansatzlos weg. Das ist aber auch der einzige Punkt, wo ein D207 eindeutig besser ist.

Franz -STAR- Starhan starhan@gmx.net 16-Jun-03, 01:33 AM (GMT)

Reifen : Pirelli Diablo
Fahrweise: gemütlich bis ambitioniert
Luftdruck : 2,3 vorne; 2,5 hinten
Laufleistung: vorne voraussichtlich 6-7Mm, hinten geschätzte 5Mm
Gefahrene Reifen : 1 VR, 1 HR

Die positive Zusammenfassung zuerst: Der Diablo ist (bisher zumindest) mein Idealreifen auf der Fazer . Handlichkeit, ohne nervös zu werden, idealer Grip und vernünftige Laufleistung vereinen sich in diesem Reifen und offerieren damit höchsten Fahrspaß. :)

Zu den Einzeldisziplinen: Naß- und Trockengrip sind quasi sofort nach dem Wegfahren voll verfügbar, es ist kein Warmfahren notwendig. Das Einlenken geht spielerisch leicht, ohne daß das Motorrad nervös wirkt. Jede beliebige Schräglage kann, einmal eingeschlagen, neutral durchgezogen werden. Der beim D207 so starke Shimmy ist wie durch Zauberhand fast vollständig verschwunden. Der Reifen ist durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen, selbst Spurrinnen und Auffräsungen (!) sind kein Problem, ja nicht mal 150 über die regennasse Semmering-Schnellstraße waren, abgesehen von ein bissl Unruhe beim Überfahren der Bodenmarkierungen, aufregend. Mit zunehmender Laufleistung wird das spielerische Einlenken nach und nach etwas aufwendiger, aber niemals mühsam. Die Laufleistung ist OK. Die Reifen haben knapp 3500 km motivierte Kurvenwetzerei in Südtirol recht gut verkraftet; der vordere hält voraussichtlich nochmals so lange und der hintere hätte auch noch genug Profil für weitere ca. 2Mm gehabt, wenn ihn nicht zwei eingefahrene Metalldrähte und der damit verbundene Druckverlust frühzeitig zerstört hätten.

Positiv:
- sehr guter Grip in allen Lebenslagen
(egal ob trocken oder nass, kalt oder warm)
- handlich, ohne nervös zu werden
- stabil und spurtreu
- fast kein Shimmy
- vernünftige Laufleistung

Negativ:
- bisher nichts aufgefallen

Franz

Franz -STAR- Starhan 26-May-03, 00:27 AM (GMT)

Reifen : Dunlop D207
Fahrweise: gemütlich bis ambitioniert
Luftdruck : 2,5 vorne, 2,9 hinten
Laufleistung: vorne 5-6Mm, hinten 3,5-4Mm
Gefahrene Reifen : 1 VR, 2 HR

Gleich eins vorweg: Mir kommt ganz sicher *KEIN* D207 mehr auf die Fazer . Ich kann mich dem Urteil von Richard und Hubsi fast vorbehaltlos anschließen, einzig den extremen Shimmy, der bei mir innerhalb von Sekundenbruchteilen zum Lenkerschlagen führt, möchte ich extra erwähnen. Das liegt zum Teil sicher auch an meinem breiten Superbike-Lenker, aber die Neigung zum Shimmy beklagen ja mehrere Fahrer. Kalt- und Naßgrip fallen leider unter die Kategorie "fast nicht vorhanden", und die Laufleistung ist ein Jammer. Jeder Spurrille läuft der Reifen stur nach und je weiter er abgefahren ist, desto nervöser wird die ganze Fuhre. Dazu kommt eine extrem starke Sägezahn-Bildung und die rasche Neigung, bei Stadt-/Autobahnbetrieb Kanten in den Reifen zu fahren, die sich dann in Kurven sehr unangenehm bemerkbar machen: Ab einem gewissen Punkt kippt der Reifen ziemlich ansatzlos weg.

Positiv:
- guter Grip bei vernünftigen Temperaturen
- ultrahandlich

Negativ:
- magere Laufleistung
- starke Sägezahnbildung
- kaum Kalt- und Naß-Grip
- mit breitem Lenker nervös
- sehr starker Shimmy im Bereich 60-80km/h

Franz

Joerg Schlager schlaxn@sbox.tugraz.at 25-May-03, 08:55 PM (GMT)

Reifen :
Pirelli Dragon Evo
Fahrweise:
bemueht
Luftdruck :
2,4 / 2,4-2,6 bar (vo/hi)
2,5 / 2,8 bar (vo/hi) (Pirelli-Empfehlung)
Laufleistung:
3.000 km bis Verschleissgrenze, vielleicht 4.000 km bissehr illegal.
Gefahrene Reifen :
1 VR, 1 HR


Urteil:
Auf der Fazer schwaecher als z.B. D207

Eigentlich wollte ich mit meinem Berichterl ja warten, bis ich den naechsten Reifensatz aufziehe. Da ich mit der Performance des Reifens aber absolut nicht zufrieden bin, schreibe ich diesen Artikel schon nach 3.000km, um andere Fazerfahrer vor dem Kauf zu warnen.

Alle gemachten Aussagen beziehen sich auf den Vergleich mit dem Dunlop D207, weil ich diesen Reifen zuletzt montiert hatte und bei einigen Ausfahrten mit dem Dragon ein zweiter Fazerfahrer mit D207 dabei war.

Zuerst zum Luftdruck : Vorne brauchen die Pirellis sehr viel Druck, weil sie sonst auf schlechteren Strassen unfahrbar sind. Das Verhalten bei Spurrillen ist bis 2,3 bar unertraeglich. Hinten empfiehlt Pirelli zwar 2,8 bar fuer Solofahrten, 2,4 bar muessten aber bei den meisten ausreichend sein.

Gripmaessig schenken sich der 207er und der Dragon eigentlich nichts, solange die Strasse einen einigermassen guten Zustand aufweist. Je mehr Unebenheiten und Bitumenflickereinen den Weg pflastern, umso deutlicher werden allerdings die Vorteile fuer den 207er. Im Grenzbereich geht der Pirelli sehr viel schneller weg, der Dunlop kuendigt ein eventuelles Rutschen frueher und sanfter an. Darauf ist man aber deutlich weniger oft angewiesen - mit D207 bin ich im letzten Jahr genau so oft gerutscht, wie heuer mit Dragon Evo im Monat. Dass das nicht nur an meiner Fahrweise liegt, zeigt der Vergleich mit dem zweiten Fazerfahrer in der Runde, der seltener ungewuenschte Adrenalinschuebe verarbeiten muss (selbe Kurve, selbe Schraeglage).

Vorteile gibt es fuer den Dragon in den Bereichen Kaltgrip, Nassgrip und Feedback. Wirklich herausragend ist das quasi nicht vorhandene Aufstellmoment, das wirklich eine spuerbare Verbesserung gegenueber dem D207 darstellt.

Die Laufleistung aber ist schliesslich eine einzige Frechheit. Andererseits auch wenig verwunderlich, weil der HR mit laecherlichen 4,5mm Anfangsprofil ausgeliefert wird.

Als Fazit des Experiments bleibt nur, dass mir der D207 auf der Fazer sympathischer ist. Es gibt einige bekannte Probleme (Kaltgrip, Aufstellneigung), die aber im Gegensatz zum Dragon Evo berechenbar bleiben. Aufgrund der miesen Strassen in meiner Heimat (Stmk) und der damit verbundenen schwachen Performance des Dragon habe ich auch nie das Vertrauen in den Reifen gewonnen, das ich zum D207 habe.

Abschliessend noch die wichtigsten Eigenschaften in der Uebersicht:

Positiv:


Negativ:

Hubsi 20-Mar-03, 00:18 AM (GMT)

Reifen : DUNLOP D207
Fahrweise: unspektakulär
Luftdruck : 2,4 /2,7 (vo/hi)
Laufleistung: Vorne ca 7MM, hinten 4,5-5,5MM

Grip bei Trockenheit und Nässe wie schon von Richard geschrieben gut, den starken Shimmy (nur zwischen 65 und 80 km/h) kann ich aber leider bestätigen. Ist handlicher als der BT20, dadurch wird die ohnehin schon sehr agile Fazer aber leider nervös. Kein schlechter Reifen - ich war damit voll zufrieden, bis ich den Bridgestone ausprobiert habe.

Hubsi 20-Mar-03, 00:29 AM (GMT)

Reifen : Bridgestone BT20
Fahrweise: unspektakulär
Luftdruck : - /2,7 (vo/hi)
Laufleistung: Nach 6MM noch ok.

Der Grip war bisher für meine Fahrweise jederzeit ausreichend, egal ob trocken oder naß. Durch die (im Vergleich zum D207) ziemlich flache Kontur liegt die Maschine ruhiger, ambitioniertere Fahrer haben aber möglicherweise das Problem, dass sie in Schräglage über die Kante kommen. Abhilfe könnte hier eventuell ein 170er statt dem 160er schaffen.Für gemütliche Fahrer ist der Reifen aber auf jeden Fall einen Versuch wert und sowohl vom Fahrverhalten als auch vom Verschleiß günstiger als der D207.

Joerg Schlager schlaxn@sbox.tugraz.at 20-Mar-03, 00:14 AM (GMT)

Reifen : DUNLOP D207
Fahrweise: bemueht
Luftdruck : 2,3 / 2,4 bar (vo/hi)
Laufleistung: 4.500 - 5.000 km
Gefahrene Reifen : 2 VR, 3 HR

Der Grip reicht aus, um die (originalen) Rasten kratzen zu lassen und sich dabei sicher zu fuehlen. Auch bei Naesse bleibt genuegend Haftung erhalten. Speziell in Verbindung mit Heckhoeherlegung und SB Lenker wird die Fazer mit dem D207 aber sehr nervoes. Meinen ersten Hinterreifen hab ich erst gewechselt, als er zum Slick wurde - das sollte man _nicht_ machen. Unter 1,2 mm Profiltiefe sind Stabilitaet und Grip Fremdworte fuer den D207.

Einziges wirkliches Problem ist aber der quasi nicht vorhandene Kaltgrip, der in der kuehleren Jahreszeit den Fahrspass merklich bremsen kann. Deshalb (und wegen des nicht gerade guten Preis / Laufleistungsverhaeltnisses) werde ich beim naechsten Wechsel den Pirelli Diablo ausprobieren. - Bericht folgt.

Trotzdem ist der Reifen IMHO fuer die Fazer prima geeignet, solange es
1. mehr als 10 Grad Aussentemperatur hat
2. genuegend Profil vorhanden ist

lG
Joerg