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Basteltag beim Burschi
18.3.2007Hoi afm! Heute war wiedermal Basteltag im Tschechengartl angesagt, also um 10:00 schupps rauf auf den Wackeldackel und rüber zum Robert gefahren. Der war schon dort und hat die KTM im Garten stehen und zangelt an seiner Wunderauspuffanlage herum. Wir sind ja unlängst draufgekommen, dass der Gixxer am linken Gabelholm inkontinent zu sein scheint. Entweder hats da beim Sturz Dreck reingedrückt, oder es ist wiedermal ein Standschaden. Naja, eine Gabel, die bei mir nicht undicht ist,... das wär komisch. Jedenfalls Staubkappe runter und die Gschicht mal genauer unter die Lupe genommen und versucht, eventuellen Dreck, der sich zwischen Simmering und Rohr gedrückt hat, zu entfernen.Nachdem die Gabel mit Messer, Blechstücken und Schleifpapier malträtiert und mit Fett eingelassen wurde, haben wir uns mal die neue, schöne KTM-Auspuffanlage eine Weile angesehen. Schön. Achja, und laut. *räusper*
Weiter zu den wichtigen Dingen. Burschi bastelt und improvisiert ja gerne, also hab ich mir für ihn eine passende Beschäftigung gesucht. Was kann da besser geeignet sein, als das zerbrochene Windschild. Genau. Schnitzarbeit mit dem Dremel. Glaubst schaffst das, Berti?
Ok, alles klar. Überlegt, wie man aus dem kaputten Windschild ein weniger kaputtes machen kann. Kostest ja einiges, so ein deppates Windschild. Idee. Mass genommen, angezeichnet und dem Burschi in die Hand gedrückt. Als Perfektionist ist er da jetzt mal ein wenig beschäftigt. Gut.
Ich mach mich in der Zwischenzeit am Wackeldackel nützlich, denn da ist ja auch einiges zu tun. Insbesondere wegen des Wackelns. Hinterrad raus, Federbeine runter und Schwinge raus. Das liest sich jetzt so huschpfusch, aber wenn man wie ich ein paar mal rinks mit lechts verwexelt und die flachsen Schrauben öffnet... dann dauert das doch ein bisserl. Aber wie man hier wirklich toll sieht, ist Schwinge draussen, Federbein draussen, Bremsankerstrebe unten und der Burschi spielt noch mit dem Windschildchen.
So, jetzt ist aber genug gespielt, jetzt gehts ans Eingemachte. Diskussionen über den Aufbau der Schwingenlagerung. Alles schön theoretisch und mit sachlich richtigen Argumenten. Keine Frage. Warum wackelts? Und vor allem, wie kann man dem entgegenwirken? Tja, mit einer Distanzscheibe. Schnell noch den Innendurchmesser der Scheibe rund ein Zehntel vergrössert und der Einbau kann beginnen. Nach gut einer halben Stunde ist die Schwinge drin, nachdem wir mit Wagenheber, Hammer und Co. gedroht haben. Schaut ja richtig gut aus, und so wie es aussieht, dürften wir auch auf den Hundertstel mm genau die passende Stärke erwischt haben. Jedenfalls wackelt der Wackeldackel hinten jetzt nimmer. Schuld ist (wer findets?) _diese_ Scheibe. Seeehr geil das.
Während ich mich am Ex-Wackeldackel nützlich mache und alles wieder in der passenden Reihenfolge einbaue und ordentlich verschraube, hat auch Burschi wieder eine passende Beschäftigung gefunden. Wir erinnern uns an das Windschild. Das gehört ja auch an den Gixxer montiert. Das und die Spiegel, die sollten auch wieder fixiert werden, schliesslich halten die ja auch quasi das komplette Cockpit inklusvie Scheinwerfer und Lampenmaske.
Ja nun, bisher hat alles gut funktioniert. Zu gut könnte man fast meinen. Denn wie kann es anders sein, Herr Kovac muss noch mehr zerlegen. Und zwar meine wunderschönen Originalauspüffer der 16 Jahre alten Zephyr. 16 Jahre alte Auspufftöpfe, verschraubt mit 16 Jahre alten Schrauben. Der geneigte Leser ahnt was passiert. Geeeenau. Der aufmerksame Betrachter wird hier neben einem bohrenden Burschi auch einen Gewindebohrer sowie die abgerissene, 16 Jahre alte Schraube entdecken.
Schon lange keine Schraube mehr aus der C4 ausgebohrt... Wie auch immer, irgendwann beschliesst Herr Burschi dann, dass die Zephyr zu leise ist. SECHZEHN Jahre lang war sie das. Schön original leise. Tja, die Betonung liegt auf _war_. Denn jetzt sind die Auspuffendtöpfe vom Meister der Bohrungen durch jeweils drei Löcher gewichts- und soundoptimiert. *seufz* Auf meine Bedenken von wegen "naja, Polizei und laut und rennt eh schon zu mager und so" krieg ich "Woame Sau", "Diablofahrer" und solcherlei zu hören. Wie auch immer, die Löcher san drin, und am Stand klingt der Wackeldackel garnicht mal sooo übel. Zumindest nicht so ohrenbetäubend laut wie die KTM. *chchch* Mittlerweile haben wir auch schon unsere Pizzen gespeist und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, bissl gelabert und beschlossen, den Gixxer noch zum Leben zu erwecken. Also die geladene Batterie eingebaut, Sitzbank verschraubt und *wihihi hi hi hi klack* [censored] Batterie leer. Keine Starterkabel aber zumindest noch ein paar Lautsprecher- bzw. Stromkabeln vom Autoradio werden gefunden. Der Wackeldackel wird neben dem Gixxer platziert und mit vereinten (Batterie-)Kräften wird der Gixxer Reanimiert.
*wihihi* Ich lassen den Gixxer warmlaufen und ziehe mir einstweilen das Motorradgewand an um zur Probefahrt zu schreiten. Leicht nervös bin ich ja schon. Wie auch immer, ein ganz ganz ungewohntes Gefühl, auf so einem Sportler zu sitzen. Da ich ohne Verkleidung unterwegs bin, habe ich Kabel, Sicherungskasten und alles mögliche noch schnell mit Racetape fixiert und bin raus. Richtig outlawmässig ohne Kennzeichen, vordere Blinker und so. Ich werd alt, ich hab nämlich direkt ein schlechtes Gewissen. Zweimal am Gas gezupft, wie immer gleich erschrocken, wie oarg das Ding net geht und schön gemütlich wieder retour ins Gartl, wo mich der Burschi schon mit der Kamera in der Hand erwartet. War klar. Probefahrt war ok, ein paar Kleinigkeiten sind noch zu machen, aber das geht so nebenbei. Schnell noch die Verkleidung montiert, bevor der Burschi noch ein bissl vom feinen Billigöl in die Böcke schüttet.
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Alles in allem war das heute ein sehr produktiver Tag. Nachdem der Robert schon ein paarmal gejammert hat, dass die KTM jetzt eigentlich fertig ist, hat er gegen Ende des Tages auch noch schnell mal seinen roten Rückstrahler unter dem Kennzeichen (und zu MIR sagt er Woama!) ruiniert, damit er wieder was zum Basteln hat. Warum er das macht, frag ich mich schon, schliesslich sorge ich schon dafür, dass ihm die Hacken net ausgeht. *räusper* Achja, so schaut der Gixxer momentan aus: Hier erkennt man die vom Schreinerbertl schnell und gut reparierte Ex-Benny-Maske.
Und auf diesem Foto erkennt man den vom Schreinerbertl schnell und gut neu bezogenen Gixxersattel und das gekürzte Windschild.
Der Schaden auf der linken Seite hält sich zum Glück in Grenzen und wird _irgendwann_ mal ein wenig repariert. Tja, Burschen. Jetzt kanns bald wieder warm werden. :-) Doppel-R