Doppel-R bei der Arbeit
Mancher wird sich fragen, warum ich auf einer privaten Internetseite über meine Arbeit schreibe. Das liegt einfach
daran, dass ich in der glücklichen Lage bin, dass mir mein Job bei einer renommierten Firma als Serviceleiter und Störungstechniker im Bereich
Kälte- und Kilmatechnik auch wirklich Spass macht.
Der Beruf des Kältetechnikers umfasst ein sehr weitreichendes Aufgabengebiet, welches sich in der Praxis
täglich erweitert. So muss der Kältetechniker nicht bloss Split-Klimaanlagen montieren, sondern auch über
ausreichendes Wissen zumindest in den Bereichen
Hydraulik, Steuer- und Regelungstechnik, Elektrik sowie Lüftungstechnik verfügen, um "seine eigentliche Anlage" überhaupt
überprüfen, warten oder reparieren zu können.
Dies hat zur Folge, dass man besonders im Störungsdienst täglich neu herausgefordert wird, dazulernt und so gut wie nie Langeweile aufkommt. Es mag
durchaus sein, dass es einfachere, besser bezahlte, sauberere oder populärere Jobs gibt, aber ich glaube, es wird
nur wenige Berufe geben, die ähnlich interessant und abwechslungsreich sind.
Da es sich eben um meinen rein privaten Internetauftritt handelt, sehe ich von einer Verlinkung zur Firmenwebseite ab, bin aber natürlich
für Anfragen via
e-mail erreichbar und nehme umgehend Kontakt auf.
Wer Interesse hat, kann sich unten ein paar Schnappschüsse von meiner Arbeit ansehen.
Hier sieht man die luftgekühlten Verflüssigungssätze von Bock der Produktionsstätte einer bekannten Wiener Bäckerei.
Vom computergesteuerten Schockfroster über Tiefkühl- bis zu riesigen Normalkühlzellen aus Edelstahl oder kleineren Flüssigkeitskühlern ist dort alles vorhanden.
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Dies ist ein gutes Beispiel einer kreativen Verdrahtung. Hier braucht man auch nicht nach einem
Schaltplan suchen, der wäre unter Garantie nicht sonderlich hilfreich. Hier macht im Störungsfall die Fehlersuche
richtig Spass, wobei es sich im gegenständlichen Fall zum Glück nur um eine einfache Regelung für einen kleinen Kaltwassersatz
zur Klimatisierung einer Forschungsabteilung handelt.
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Aber auch hier macht die Fehlersuche Laune. :-) Schön strukturiert, mit halbwegs aktuellem Schaltplan aber dafür
sehr umfangreich. Auf diesem Bild sieht man ungefähr ein Viertel des Steuerschrankes einer Klimaanlage eines
bekannten privaten Radiosenders. Gleichbleibende Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur bei ausreichender und vor
allem lautloser Frischluftzufuhr in getrennt geregelten Studios, Büroräumen sowie Serverräumen wird hier gesteuert.
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Wie schon oben beschrieben, nur ein weiterer Ausschnitt.
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Hier sitzen die Frequenzumformer der Zuluftgeräte für die Studios, welche in den schallgedämmten Zwischendecken
eingebaut sind. Diese bekommen von der Hauptlüftungsanlage bereits vorkonditionierte Luft und haben zusätzlich noch
Kühl- und Heizregister eingebaut, welche je nach Anforderung von den beiden Kaltwassersätzen mit Freecooling-Funktion am Dach des
Gebäudes bzw. Fernwärme und/oder Wärmerückgewinnung versorgt werden um für jede Zone individuelle Raumkonditionen zu gewährleisten.
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Natürlich gibt es auch ein "Userinterface" für obiges. Hier werden die einzelnen Sektionen ein-/ausgeschaltet und
deren Betriebszustand angezeigt. Die Parametrierung der Anlage bleibt jedoch dem Spezialisten vorbehalten und wird
an den verbauten elektronischen Steuerelementen direkt durchgeführt.
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Dieses Bild zeigt einen wassergekühlten Kaltwassersatz von Climaveneta mit drei halbhermetischen DWM-Copeland 8-Zylinder-Verdichtern zur Klimatisierung
eines achtstöckigen Bürohauses wobei über 100 Fancoils von einer frequenzgeregelten Kaltwasserpumpe versorgt werden.
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Selbst im Klimabereich kommt man am PC nicht vorbei. Moderne Klimaanlagen wie z.B. das VRV-System von Daikin sind mit einer
Schnittstelle zur Diagnose und Überwachung via Computer ausgestattet. Damit können zum Beispiel selektiv die Inneneinheiten
gesteuert und die Betriebsparameter der gesamten Anlage oder Teile davon überwacht und aufgezeichnet werden. Nebenbei kann man
natürlich auch (dienstliche!) Mails abfragen oder in afm stöbern. :-)
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Ein weiterer wassergekühlter Kaltwassersatz (diesmal von Lennox) zur Büroraumklimatisierung. Hier mit zwei grösseren, leistungsgeregelten Copeland 8-Zylinder-Verdichter.
Diese Anlage versorgt ebenfalls über hundert Fancoils sowie mehrere Lüftungsanlagen mit Kaltwasser.
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Ein Highlight unter den Bürohausklimaanlagen ist hier ein wassergekühlter Kaltwassersatz von Trane (RTHC) mit einem halbhermetischen Schraubenverdichter, welcher mit seiner
Leistung von ca. 1,2 Megawatt mehrere hundert Fancoils sowie diverse Kaltwasserregister in Lüftungsanlangen eines 35m hohen
Bürohauses mit Kaltwasser versorgt. Schon alleine die Kühlwasserpumpe hat die Leistung eines Kleinwagens. Die Regelung dieser Anlage wird
über die computergesteuerte Gebäudeleittechnik in Verbindung mit der besonders umfangreichen maschineneigenen Steuer- und Überwachungselektronik durchgeführt.
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Bei der oben angesprochenen Anlage macht es sogar Spass, die Motorschütze zu kontrollieren. Und erwähnenswert auch die Tatsache, dass der
Lehrbub (Azubi für die .de-ler) beim ersten Abschalten der Anlage ob der Geräuschkulissse mit weit geöffneten Augen langsam aber
zielstrebig den Maschinenraum verlassen hat. :-)
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Und hier der Ausblick über einen Teil Wiens (Kaisermühlen), den wir häufig bei unserer Arbeit haben. Zugleich sieht man hier auch die Gegend, in der ich wohne. :-)
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Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt eines luftgekühlten Kaltwassersatzes der Firma Rhoss (CWA/E 520), welcher im Dauerbetrieb (zum Teil im Feecooling-Betrieb) unter schwierigsten
Umständen Kühlwasser für die Produktion von Kunststoffrohren zur Verfügung stellt. Ein Dorin K6000CC sowie mittlerweile drei Bitzer 8GC-60.2
versehen in diesem KWS ihren harten Dienst. Weitere luftgekühlte Kaltwassersätze von Daikin (Monoschraubenverdichter) und Rhoss (Dorin Kolbenverdichter)
sind in diesem Betrieb noch zu betreuen.
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Mein Kollege Bobilee beim Demontieren der Zylinderköpfe und Ventilplatten an einem der sechs Verdichter York ZB6W. Einer der drei flüssigkeitsgekühlten, zweikreisigen Chiller (York YCWZ) wurde im Zuge des Ventilplattenservices gleich von R22 auf das umweltfreundlich(er)e Kältemittel R422D umgestellt.
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Dieser von uns betreute zweikreisige, wassergekühlte Chiller von Carrier (30-HZ-101) versorgt im Zussammenspiel mit der ebenfalls von uns betreuten
Niedertemperatur-Lithiumbromid-Absorbtionskältemaschine Gebläsekonvektoren sowie Kühldecken mit Kaltwasser.
Die kälte- und regelungstechnisch völlig sinnlos eingebundenen Öldifferenzdruckschalter an der Kompressionskältemaschine waren ein erstes Indiz für die
bisherige Betreuung der Anlage. Vom fehlenden Flusswächter im Kaltwasserkreis bis hin zur falschen Programmierung der Leistungsregelung waren einige Mängel zu beheben, um einen
ordnungsgemässen Betrieb herzustellen.
Der LiBr-Absorber wäre eine eigene Seite wert, aber dafür fehlt mir momentan die Zeit. :-)
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Wird bei Gelegenheit eventuell noch erweitert.
:-)