Meine 10. afmJJGT


Schön um kurz nach 6 Uhr aufgestanden, schnell noch einen Kaffee und nach
dem Duschen dann rein ins Textilgewand. Meine 10 Jahre alte Hose spannt
schon etwas am "Bauch", aber das darf sie ruhig, schliesslich war ich beim
Kauf der Hose doch noch eine Spur athletischer als heute. Also zieh ich
nur ein Poloshirt an, mehr krieg ich net in die Hose und ausserdem wirds
ja sicher net sooo kalt werden. 

Na jedenfalls dann raus auf die Zephyr, die dann überraschenderweise doch
nach einer Minute Orglerei anspringt. Sollte sie nicht so lange unbenutzt
herumstehen lassen. Anfahrt zum Treffpunkt unspektakulär, dafür fällt mir
bei der vorletzten Ampel auf, dass vorne am rechten Gabelholm es ein
wenig komisch aussieht. Aaahja, genau. 1. Mai. Das ist der Tag, an dem
sich traditionell die Gabel meines Motorrades ihres Öles entledigt. Schon
super, solche Traditionen. *hmpf*

Am Treffpunkt treffen dann schön der Reihe nach die weiteren Mitfahrer
ein und es wird -wie immer-, getankt, getratscht, gefotografiert und ich
reparier meine Gabel. Laminierte Visitenkarte gezückt und dem Tip von
Benny folgend zwischen Simmering und Rohr geschoben. Paaaast.

Irgendwann wird dann losgefahren. Uli voran und die Meute hinterher.
Einige haben es eiliger als andere, also wird das Feld mal
auseinandergerissen. Der Franz übernimmt aber dankenswerter Weise den
Lumpi, so kann ich quasi sorgenfrei die Weinstrasse nach Bad Vöslau und
dann den weiteren Verlauf bis Pottenstein fahren. Dort wird mal Pausiert.
Willy und ich versuchen seine Kamera auf die Zephyr zu montieren, was mit
dem Kabelbinder vom cm auch funktioniert. Gibt sicher tolle Bilder, also
werden die flotten (und Uli) nach vorne geordert und ich hinterher. Hätte
sicher gut ausgesehen, so der Mike auf Fett-GS und Schreiner mit Merci
auf Ace hinter Uli auf Z hinterher. Also mir hats gefallen. Der Kamera
anscheinend nicht. Die hat sich für ein Nickerchen entschieden. 

Am Ende des Halses dann wiedermal ne Pause, Batteriewexel an der Kamera
und weiter gehts zum nächsten Treffpunkt, nämlich "Edlach". Ich fahr halt
mal etwas zügiger voraus und kurz vor der Abzweigung ins Klostertal
stehen plötzlich zwei Pferde quer auf der eh schon recht engen Fahrbahn.
*ahrgl* Da gehen einem in Sekundenbruchteilen schon ein paar Gedanken
durch den Kopf. Leberkasgemetzel und so. 

Rein ins Klostertal. Und ab da gehts mit der Regnerei los. Nasse
Fahrbahn, Nieselregen... Der Supercorsa vorne ist da nicht wirklich 
die optimale Reifenwahl. Der BT021 hinten grippt dafür wunderbar und so
sorgt die Kombination auf nasskalter Fahrbahn durchaus für den ein oder
anderen Adrenalinschub. Uli steht dann bei der Abzweigung ins Höllental
und schickt uns weiter nach Edlach zum Kräuterwirt. Yesssir!

Höllental ist ja eine meiner Lieblingsstrecken, aber heute nicht wirklich
schön zu fahren. Nass, kalt und dann diese Bitumenflickerei... die kommt
da erst so richtig zur Geltung. Aber zu langsam darf ich auch nicht
fahren, sonst wird dem Supercorsa noch kälter und dann gehts noch
schlechter. Katze <-> Schwanz und so. Hinter mir die ABS-BMW mit Mike und
die mit Pilot Power bereiften Thunderaces. Jetzt nur keine Schwäche
zeigen. :-)

In Hirschwang winken wir der am Parkplatz stehenden Ines zu und fahren
wie von Uli befohlen weiter zum Kräuterwirt nach Edlach. Hmmm. Den hab
ich dort nicht gefunden, also bin ich einfach beim Parkplatz des
Kräuterwirtes in zwei Ortschaften weiter zugefahren. Dort stehen auch
schon Steirermopeds, also simma da sicher richtig. 

Hineiiiin in die warme Stube. Dort mal einen kalten
Hopfenblütenkräutertee aka Radler bestellt und aufgewärmt. Es ist doch
noch nicht ganz so warm wie erwartet. Wir brechen auf. 

Rüber übers Preiner Gschaid schalt ich die nun neu bebatterierte Kamera
wieder ein, also schick ich die flottere Partie mal wieder vor. Mike,
(Schreinerbertl?) und den Hans, der sich auf der Thunderace ziemlich wohl
zu fühlen scheint. Die ersten paar Kurverln sind noch ein wenig feucht,
aber das bessert sich. Werden sicher gute Aufnahmen. Tja, wenn die /&$
Kamera sich nicht wieder in den Ruhestand verabschiedet hätte. Klump,
unnötiges. 
Während ich die Burschen da vorne nicht abreissen lassen darf (die wissen
ja net, dass die Kamera net geht und fahren sehr bemüht *g*), fummel ich
mit der linken Hand an der am Blinker montierten Kamera herum und muss
abwexelnd auf Display und Strasse gucken... Kann recht stressig werden,
vor allem beim Anbremsen. 

Auf der anderen Seite dann wieder runter, gönnt uns Davids Dad eine
kleine Pause. Schaut recht interessant aus. Eine blaue VX liegt auf der
Seite im Gatsch während eine Goldwing mit Pannenblinker ein Stück weiter
steht und die _Sozia_ bei der Bergung der VX hilft. Nachdem nix passiert
ist, kann man auch darüber schunzeln. :-)

Die flotte Partie gibt gleich mal wieder Gas und ich mit meinem
ausgekühlten SC2 vorne muss ein wenig gemütlicher angehen, so lasse ich
sie dann unten in der schnelleren Passage ein wenig abreissen, weil ich
eh auch noch dem alten Skipp ein paar Sekunden widmen möchte. 

Weiter via Mürzsteg (wo vorher noch schnell mal ein Tank-, Tratsch-, und
Rauchstop eingelegt wurde) übers Niederalpl. Die Strecke gefällt mir auch
ganz gut, ist auch trocken. Nur leider bin ich mit der Zephyr bergauf
hoffnungslos untermotorisiert. Naja, ist ja eh kein Rennen. Bergab jedoch
schaut die Gschicht wieder anders aus. Da gäbs schon die ein oder andere
Fahrbahnkrümmung, die ich etwas anders genommen hätt. Denn jetzt sind die
Reifen warm und die Strecke trocken. Auch die Gabel hält wieder dicht,
macht gleich viel mehr Spass. 

In Aschbach werden wir bereits erwartet. Rein in die gute Stube. Tische
für Helm und Co. sind vorbereitet und die Tische sind gedeckt. Schaut gut
aus. Aufgrund der reichhaltigen Auswahl aus Wiener Schnitzel,
Jägerschnitzel und Naturschnitzel sowie (vorzubestellender) Forelle
dauert die Bestellung und Lieferung der Stärkung nicht allzu lange.
Suppe, Schnitzel (nona), Nachspeise und einen Radler später wird schön
langsam wieder aufgebrochen. Es verabschieden sich Norbert und Kathis
Schwester von uns und es geht weiter.

Über Wegscheid, Gusswerk, rein nach Wildalpen. Franz übernimmt nun das
vordere Ende der Gruppe und macht den Leader. Zügig und sehr rund führt
er uns durch die "Wildalpen". Im engen, trockenen Abschnitt wär ich schon
gern mal vor gefahren, aber da es von langsam weit entfernt war, hab ich
mir das Schauspiel von hinten gegeben. Vorne Franz, hinten der Ka(r)ner
Chris auf seiner BMW F800. Tja, gut dass ich mich nicht vorbeigezwickt
hab, denn es wird wieder feucht. Und der anscheinend mit Regenreifen
ausgestattete Franz beginnt plötzlich am Quirl zu drehen. Kein Scherz,
ich hab das am Tacho überprüft. Kaum wirds feucht, gibt der Franz Gas.
Der Chris hinterher und ich probiers auch. Grossteils auch kein Problem.
Ausserdem, wenns trocken wird, gehen die sowieso vom Gas. *chchch*

Den Laserbullen bei Wildalpen ignoriere ich, aber dass die grösste in
Wildalpen gehisste Flagge die türkische ist, gibt mir persönlich doch ein
wenig zu denken. Naja, jedenfalls am Ende der Strecke angekommen wird die
Bushaltestelle in Beschlag genommen und im trockenen Wartehäuschen wird
überlegt, ob wir uns nicht für die nun folgende Rauch- und Tratschpause
ein kleines Lagerfeuer entzünden sollten. 

Der Mike, der am Weg dorthin in der Kurve mit dem Lenker einen 
Begrenzungspfosten auf festen Stand testen musste, darf sich über einen
gebrochenen Rallyeguard aber unversehrte Finger bzw. GS freuen. Er
verabschiedet sich an dieser Stelle auch gleich in Richtung Termin in
Traunkirchen.

Die Gruppe fährt die unpackbaren 15km weiter bis Göstling, wo wieder
getankt, getratscht und geraucht wurde. Mir war das dann aber doch ein
wenig zuviel Tratsch und Rauch, also bin ich mal weiter um unsere
Splittergruppe am Annaberg zu treffen. 

Ich fahr also weiter über grossteils trockenes Lunz, Maierhöfen,
Zellerrain und St. Sebastian Richtung Mariazell. Dort bieg ich dann in
Richtung Annaberg ab, welchen ich via Mitterbach, Josefsberg und
Sägemühle anfahre. Und auf dieser kurzen Strecke darf ich viermal die
Rennleitung bei der Zwischenzeitnahme beobachten. Komisch, es ist kalt
draussen.

Am Annaberg dann rein in den Gasthof zur Post, die Harleyisten sind zum
Glück schon weg. Noch einen Radler, einen Rehrücken und ein bissl
Tratsch. Die restliche Truppe trifft ein. 

Uli macht den Vorschlag, wieder das ein oder andere Foto in der Kehre 5
zu schiessen und so begeben wir uns raus zu den wartenden Motorrädern.
Kaum der erste Schritt vor die Tür getan, beginnt es auch zu regnen. Das
kanns ja wohl nicht sein. *kreisch*

Christoph ist so nett und bietet mir eine Probefahrt mit seiner SV650
über den Annaberg an. Meinen Vorschlag die Zephyr zu probieren lehnt er
mit einem dankenden Lächeln ab. Mehrmals. Gut, dann halt net!

Mitm Schreiner (solo) und dem Hans fahr ich dann im Endeffekt zweimal den
Annaberg auf und ab und muss sagen, im Vergleich zur Zephyr ist die
nominell gleich starke SV650 ein waschechter Racer. Macht echt Spass. Nur
der Lenker, der müssert geändert werden. Aber der Bock ist wirklich
lustig. Tja, und jetzt tun sich die Thunderaces schon mal nicht so
leicht, den Hintermann aus dem Spiegel zu kriegen. *eg* Uli schiesst das
ein oder andere Foto, wir tauschen wieder auf die eigenen Motorräder :-/
und fahren weiter die 30km nach Türnitz. Wo wieder getankt, getratscht
und geraucht wird. Ich muss weiter, das geht so net. Es wird spät,
ausserdem wartet man auf mich in Wien, weil da jemand seinen
Wohnungsschlüssel in eben dieser vergessen hat. Naja, muss sie halt ins
Kino gehen und zwei drei Filme anschauen. :-)

Mit dem Schreinerbertl fahr ich dann via Hofamnt rauf auf den Oxinger,
wobei uns einmal eine Dose sehr adrenalinfördernd entgegenkommt und mir
kurz drauf gleich mal das Vorderrad auf einem Bitumenfleck bis zum
Anlschag nach innen wegklappt. Zum Glück dersteh ich das noch irgendwie
(keine Ahnung wie genau) und so fahren wir weiter über den Ochsattel zur
Kalten Kuchl. Der Robschi hat auf der inzwischen immer feuchter werdenden
Strecke einen heftigen Rutscher, worauf ihm das ESP aka Merci mal einen
heftigen Schlag gegen die Nieren verpasst und ihn so zu gemächlicherer
Gangart überredet. Ich -solo- fahr zügig weiter, so kann ich die Strecke
noch halbwegs vernünftig zuende fahren. 

Am Parkplatz der KK sind wir bis auf zwei Motorräder alleine. Dort wird
wieder getratscht, geraucht und getankt. Und zwar Kaffee, Topfenstrudel
und Co. Teils verabschieden sich die Leute, da ab nun doch
unterschiedliche Strecken gefahren werden und ich beschliesse über den
Rohrersattel mal bis zum Hals zu fahren. Rohrersattel geben sich der
Chris und Schreiner/Merci recht zügig, ich dahinter und gleich drauf der
Hans. Ich lasse nach der letzten Kehre die beiden vorne ziehen, da ich
dort die Bullerei befürchte. War aber eh nix. Am Hals dann wieder feucht
/&$% Das geht mir ziemlich am Sack. Die Zephyr geht auch net so richtig
kommt mir vor, aber das kann auch täuschen. Einmal, auf einer der
Scheissbitumen"ausbesserungen" reisst es mir wieder das Vorderrad aus der
Spur und ich werd echt grantig. Dem für diese Bitumenschmiererei 
Verantwortlichen Arsch würd ich wirklich gern in denselben treten. Der
engere Teil über die Kuppe ist dann schon wieder besser fahrbar aber
trotzdem ists halt feucht, kalt und schon am dämmern. Das getönte Visier
hätt ich mir an diesem Tag durchaus sparen können. 

Am Parkplatz in Pottenstein beim Bahnübergang wird wieder gehalten,
getratscht und geraucht. Aber das ist der letzte gemeinsame Halt. Dort
wird verabschiedet und festgestellt, dass das wieder mal eine ganz nette
Steh-T *äh* GT war. 

Willy fährt via Alland, Chris geradeaus und ich rechts via Berndorf nach
Wien. In Berndorf selbst denk ich mir noch, ach was, nehm ich das Hügerl
nach Bad Vöslau noch mit und  fahr dann dort auf die Dosenbahn. Ich
schleich mich also von hinten an den Chris an, den ich da vorne gerade
abbiegen sehe und nutze das Flutlicht der BMW als Orientierungshilfe. 

Via Dosenbahn bin ich dann ereignislos die letzten 25km heimgefahren und
müde doch ein wenig müde nach einer heissen Dusche auf die Couch gesunken.

Tja. was soll ich sagen?

Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. 

Doppel-R

Und hier sind die Bilder dazu.

Mehr zu den afm-GTs gibts auf der afm GT-Seite