doppel-r.is-ur.org
Startseite| Doppel-R?| Motorräder| Bilder| Lesestoff| Alte Reifenfaq| Links| Gästebuch| RAB :-)| Motorradforum
Meine 10. afmJJGT
Schön um kurz nach 6 Uhr aufgestanden, schnell noch einen Kaffee und nach dem Duschen dann rein ins Textilgewand. Meine 10 Jahre alte Hose spannt schon etwas am "Bauch", aber das darf sie ruhig, schliesslich war ich beim Kauf der Hose doch noch eine Spur athletischer als heute. Also zieh ich nur ein Poloshirt an, mehr krieg ich net in die Hose und ausserdem wirds ja sicher net sooo kalt werden. Na jedenfalls dann raus auf die Zephyr, die dann überraschenderweise doch nach einer Minute Orglerei anspringt. Sollte sie nicht so lange unbenutzt herumstehen lassen. Anfahrt zum Treffpunkt unspektakulär, dafür fällt mir bei der vorletzten Ampel auf, dass vorne am rechten Gabelholm es ein wenig komisch aussieht. Aaahja, genau. 1. Mai. Das ist der Tag, an dem sich traditionell die Gabel meines Motorrades ihres Öles entledigt. Schon super, solche Traditionen. *hmpf* Am Treffpunkt treffen dann schön der Reihe nach die weiteren Mitfahrer ein und es wird -wie immer-, getankt, getratscht, gefotografiert und ich reparier meine Gabel. Laminierte Visitenkarte gezückt und dem Tip von Benny folgend zwischen Simmering und Rohr geschoben. Paaaast. Irgendwann wird dann losgefahren. Uli voran und die Meute hinterher. Einige haben es eiliger als andere, also wird das Feld mal auseinandergerissen. Der Franz übernimmt aber dankenswerter Weise den Lumpi, so kann ich quasi sorgenfrei die Weinstrasse nach Bad Vöslau und dann den weiteren Verlauf bis Pottenstein fahren. Dort wird mal Pausiert. Willy und ich versuchen seine Kamera auf die Zephyr zu montieren, was mit dem Kabelbinder vom cm auch funktioniert. Gibt sicher tolle Bilder, also werden die flotten (und Uli) nach vorne geordert und ich hinterher. Hätte sicher gut ausgesehen, so der Mike auf Fett-GS und Schreiner mit Merci auf Ace hinter Uli auf Z hinterher. Also mir hats gefallen. Der Kamera anscheinend nicht. Die hat sich für ein Nickerchen entschieden. Am Ende des Halses dann wiedermal ne Pause, Batteriewexel an der Kamera und weiter gehts zum nächsten Treffpunkt, nämlich "Edlach". Ich fahr halt mal etwas zügiger voraus und kurz vor der Abzweigung ins Klostertal stehen plötzlich zwei Pferde quer auf der eh schon recht engen Fahrbahn. *ahrgl* Da gehen einem in Sekundenbruchteilen schon ein paar Gedanken durch den Kopf. Leberkasgemetzel und so. Rein ins Klostertal. Und ab da gehts mit der Regnerei los. Nasse Fahrbahn, Nieselregen... Der Supercorsa vorne ist da nicht wirklich die optimale Reifenwahl. Der BT021 hinten grippt dafür wunderbar und so sorgt die Kombination auf nasskalter Fahrbahn durchaus für den ein oder anderen Adrenalinschub. Uli steht dann bei der Abzweigung ins Höllental und schickt uns weiter nach Edlach zum Kräuterwirt. Yesssir! Höllental ist ja eine meiner Lieblingsstrecken, aber heute nicht wirklich schön zu fahren. Nass, kalt und dann diese Bitumenflickerei... die kommt da erst so richtig zur Geltung. Aber zu langsam darf ich auch nicht fahren, sonst wird dem Supercorsa noch kälter und dann gehts noch schlechter. Katze <-> Schwanz und so. Hinter mir die ABS-BMW mit Mike und die mit Pilot Power bereiften Thunderaces. Jetzt nur keine Schwäche zeigen. :-) In Hirschwang winken wir der am Parkplatz stehenden Ines zu und fahren wie von Uli befohlen weiter zum Kräuterwirt nach Edlach. Hmmm. Den hab ich dort nicht gefunden, also bin ich einfach beim Parkplatz des Kräuterwirtes in zwei Ortschaften weiter zugefahren. Dort stehen auch schon Steirermopeds, also simma da sicher richtig. Hineiiiin in die warme Stube. Dort mal einen kalten Hopfenblütenkräutertee aka Radler bestellt und aufgewärmt. Es ist doch noch nicht ganz so warm wie erwartet. Wir brechen auf. Rüber übers Preiner Gschaid schalt ich die nun neu bebatterierte Kamera wieder ein, also schick ich die flottere Partie mal wieder vor. Mike, (Schreinerbertl?) und den Hans, der sich auf der Thunderace ziemlich wohl zu fühlen scheint. Die ersten paar Kurverln sind noch ein wenig feucht, aber das bessert sich. Werden sicher gute Aufnahmen. Tja, wenn die /&$ Kamera sich nicht wieder in den Ruhestand verabschiedet hätte. Klump, unnötiges. Während ich die Burschen da vorne nicht abreissen lassen darf (die wissen ja net, dass die Kamera net geht und fahren sehr bemüht *g*), fummel ich mit der linken Hand an der am Blinker montierten Kamera herum und muss abwexelnd auf Display und Strasse gucken... Kann recht stressig werden, vor allem beim Anbremsen. Auf der anderen Seite dann wieder runter, gönnt uns Davids Dad eine kleine Pause. Schaut recht interessant aus. Eine blaue VX liegt auf der Seite im Gatsch während eine Goldwing mit Pannenblinker ein Stück weiter steht und die _Sozia_ bei der Bergung der VX hilft. Nachdem nix passiert ist, kann man auch darüber schunzeln. :-) Die flotte Partie gibt gleich mal wieder Gas und ich mit meinem ausgekühlten SC2 vorne muss ein wenig gemütlicher angehen, so lasse ich sie dann unten in der schnelleren Passage ein wenig abreissen, weil ich eh auch noch dem alten Skipp ein paar Sekunden widmen möchte. Weiter via Mürzsteg (wo vorher noch schnell mal ein Tank-, Tratsch-, und Rauchstop eingelegt wurde) übers Niederalpl. Die Strecke gefällt mir auch ganz gut, ist auch trocken. Nur leider bin ich mit der Zephyr bergauf hoffnungslos untermotorisiert. Naja, ist ja eh kein Rennen. Bergab jedoch schaut die Gschicht wieder anders aus. Da gäbs schon die ein oder andere Fahrbahnkrümmung, die ich etwas anders genommen hätt. Denn jetzt sind die Reifen warm und die Strecke trocken. Auch die Gabel hält wieder dicht, macht gleich viel mehr Spass. In Aschbach werden wir bereits erwartet. Rein in die gute Stube. Tische für Helm und Co. sind vorbereitet und die Tische sind gedeckt. Schaut gut aus. Aufgrund der reichhaltigen Auswahl aus Wiener Schnitzel, Jägerschnitzel und Naturschnitzel sowie (vorzubestellender) Forelle dauert die Bestellung und Lieferung der Stärkung nicht allzu lange. Suppe, Schnitzel (nona), Nachspeise und einen Radler später wird schön langsam wieder aufgebrochen. Es verabschieden sich Norbert und Kathis Schwester von uns und es geht weiter. Über Wegscheid, Gusswerk, rein nach Wildalpen. Franz übernimmt nun das vordere Ende der Gruppe und macht den Leader. Zügig und sehr rund führt er uns durch die "Wildalpen". Im engen, trockenen Abschnitt wär ich schon gern mal vor gefahren, aber da es von langsam weit entfernt war, hab ich mir das Schauspiel von hinten gegeben. Vorne Franz, hinten der Ka(r)ner Chris auf seiner BMW F800. Tja, gut dass ich mich nicht vorbeigezwickt hab, denn es wird wieder feucht. Und der anscheinend mit Regenreifen ausgestattete Franz beginnt plötzlich am Quirl zu drehen. Kein Scherz, ich hab das am Tacho überprüft. Kaum wirds feucht, gibt der Franz Gas. Der Chris hinterher und ich probiers auch. Grossteils auch kein Problem. Ausserdem, wenns trocken wird, gehen die sowieso vom Gas. *chchch* Den Laserbullen bei Wildalpen ignoriere ich, aber dass die grösste in Wildalpen gehisste Flagge die türkische ist, gibt mir persönlich doch ein wenig zu denken. Naja, jedenfalls am Ende der Strecke angekommen wird die Bushaltestelle in Beschlag genommen und im trockenen Wartehäuschen wird überlegt, ob wir uns nicht für die nun folgende Rauch- und Tratschpause ein kleines Lagerfeuer entzünden sollten. Der Mike, der am Weg dorthin in der Kurve mit dem Lenker einen Begrenzungspfosten auf festen Stand testen musste, darf sich über einen gebrochenen Rallyeguard aber unversehrte Finger bzw. GS freuen. Er verabschiedet sich an dieser Stelle auch gleich in Richtung Termin in Traunkirchen. Die Gruppe fährt die unpackbaren 15km weiter bis Göstling, wo wieder getankt, getratscht und geraucht wurde. Mir war das dann aber doch ein wenig zuviel Tratsch und Rauch, also bin ich mal weiter um unsere Splittergruppe am Annaberg zu treffen. Ich fahr also weiter über grossteils trockenes Lunz, Maierhöfen, Zellerrain und St. Sebastian Richtung Mariazell. Dort bieg ich dann in Richtung Annaberg ab, welchen ich via Mitterbach, Josefsberg und Sägemühle anfahre. Und auf dieser kurzen Strecke darf ich viermal die Rennleitung bei der Zwischenzeitnahme beobachten. Komisch, es ist kalt draussen. Am Annaberg dann rein in den Gasthof zur Post, die Harleyisten sind zum Glück schon weg. Noch einen Radler, einen Rehrücken und ein bissl Tratsch. Die restliche Truppe trifft ein. Uli macht den Vorschlag, wieder das ein oder andere Foto in der Kehre 5 zu schiessen und so begeben wir uns raus zu den wartenden Motorrädern. Kaum der erste Schritt vor die Tür getan, beginnt es auch zu regnen. Das kanns ja wohl nicht sein. *kreisch* Christoph ist so nett und bietet mir eine Probefahrt mit seiner SV650 über den Annaberg an. Meinen Vorschlag die Zephyr zu probieren lehnt er mit einem dankenden Lächeln ab. Mehrmals. Gut, dann halt net! Mitm Schreiner (solo) und dem Hans fahr ich dann im Endeffekt zweimal den Annaberg auf und ab und muss sagen, im Vergleich zur Zephyr ist die nominell gleich starke SV650 ein waschechter Racer. Macht echt Spass. Nur der Lenker, der müssert geändert werden. Aber der Bock ist wirklich lustig. Tja, und jetzt tun sich die Thunderaces schon mal nicht so leicht, den Hintermann aus dem Spiegel zu kriegen. *eg* Uli schiesst das ein oder andere Foto, wir tauschen wieder auf die eigenen Motorräder :-/ und fahren weiter die 30km nach Türnitz. Wo wieder getankt, getratscht und geraucht wird. Ich muss weiter, das geht so net. Es wird spät, ausserdem wartet man auf mich in Wien, weil da jemand seinen Wohnungsschlüssel in eben dieser vergessen hat. Naja, muss sie halt ins Kino gehen und zwei drei Filme anschauen. :-) Mit dem Schreinerbertl fahr ich dann via Hofamnt rauf auf den Oxinger, wobei uns einmal eine Dose sehr adrenalinfördernd entgegenkommt und mir kurz drauf gleich mal das Vorderrad auf einem Bitumenfleck bis zum Anlschag nach innen wegklappt. Zum Glück dersteh ich das noch irgendwie (keine Ahnung wie genau) und so fahren wir weiter über den Ochsattel zur Kalten Kuchl. Der Robschi hat auf der inzwischen immer feuchter werdenden Strecke einen heftigen Rutscher, worauf ihm das ESP aka Merci mal einen heftigen Schlag gegen die Nieren verpasst und ihn so zu gemächlicherer Gangart überredet. Ich -solo- fahr zügig weiter, so kann ich die Strecke noch halbwegs vernünftig zuende fahren. Am Parkplatz der KK sind wir bis auf zwei Motorräder alleine. Dort wird wieder getratscht, geraucht und getankt. Und zwar Kaffee, Topfenstrudel und Co. Teils verabschieden sich die Leute, da ab nun doch unterschiedliche Strecken gefahren werden und ich beschliesse über den Rohrersattel mal bis zum Hals zu fahren. Rohrersattel geben sich der Chris und Schreiner/Merci recht zügig, ich dahinter und gleich drauf der Hans. Ich lasse nach der letzten Kehre die beiden vorne ziehen, da ich dort die Bullerei befürchte. War aber eh nix. Am Hals dann wieder feucht /&$% Das geht mir ziemlich am Sack. Die Zephyr geht auch net so richtig kommt mir vor, aber das kann auch täuschen. Einmal, auf einer der Scheissbitumen"ausbesserungen" reisst es mir wieder das Vorderrad aus der Spur und ich werd echt grantig. Dem für diese Bitumenschmiererei Verantwortlichen Arsch würd ich wirklich gern in denselben treten. Der engere Teil über die Kuppe ist dann schon wieder besser fahrbar aber trotzdem ists halt feucht, kalt und schon am dämmern. Das getönte Visier hätt ich mir an diesem Tag durchaus sparen können. Am Parkplatz in Pottenstein beim Bahnübergang wird wieder gehalten, getratscht und geraucht. Aber das ist der letzte gemeinsame Halt. Dort wird verabschiedet und festgestellt, dass das wieder mal eine ganz nette Steh-T *äh* GT war. Willy fährt via Alland, Chris geradeaus und ich rechts via Berndorf nach Wien. In Berndorf selbst denk ich mir noch, ach was, nehm ich das Hügerl nach Bad Vöslau noch mit und fahr dann dort auf die Dosenbahn. Ich schleich mich also von hinten an den Chris an, den ich da vorne gerade abbiegen sehe und nutze das Flutlicht der BMW als Orientierungshilfe. Via Dosenbahn bin ich dann ereignislos die letzten 25km heimgefahren und müde doch ein wenig müde nach einer heissen Dusche auf die Couch gesunken. Tja. was soll ich sagen? Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. Doppel-R
Und hier sind die Bilder dazu.
Mehr zu den afm-GTs gibts auf der afm GT-Seite